Ich sag’s ganz ehrlich:

Wenn ein Handwerksbetrieb online zu wenig Anfragen bekommt, liegt es erstaunlich oft nicht an der Website. Sondern an etwas viel Simpleren. Am Google-Unternehmensprofil.
Weil Kunden heute so suchen: Handy raus, Suchmaschine auf, Gewerk eintippen und dann schauen sie sich drei Dinge an. Bewertungen. Fotos. Und ob es nach einem Betrieb aussieht, der erreichbar ist und zuverlässig arbeitet.
Wenn Ihr Google-Unternehmensprofil da nur halb gepflegt ist,  scrollen viele schon weiter, bevor überhaupt jemand auf Ihre Website klickt. Und das ist schade, weil man dieses Thema mit überschaubarem Aufwand sehr gut in den Griff bekommt.
Google selbst erklärt lokale Ergebnisse im Kern über drei Faktoren: Relevanz, Entfernung, Bekanntheit. Entfernung ist gegeben. Relevanz und Bekanntheit können Sie aktiv verbessern. Genau darum geht es hier.

Erstmal das Ziel klarziehen: Was soll Ihr Profil leisten

Ich empfehle Handwerksbetrieben, das Google-Profil wie einen digitalen Empfang zu sehen. Es muss zwei Dinge schaffen:
  1. Google muss verstehen, wofür Sie die richtige Adresse sind.
  2. Ein Mensch muss in wenigen Sekunden Vertrauen haben.
Wenn beides passt, entsteht der Rest meist von alleine: mehr Anrufe, mehr Nachrichten, mehr Termin-Anfragen. Und meistens auch bessere Anfragen, weil der erste Eindruck schon vorsortiert.

Schritt 1: Stammdaten sauber setzen (NAP-Daten)

Das wirkt banal, ist aber die Basis. NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Wenn das nicht einheitlich ist, wird es unruhig. Für alle Suchmaschinen wie Google und – viel schlimmer – für Kunden und Interessenten.
Mini-Checkliste, die wir bei supercraft immer zuerst prüfen
  • Firmenname exakt
  • Adresse exakt wie im Impressum
  • Telefonnummer klickbar und erreichbar
  • Website-URL korrekt
  • Öffnungszeiten aktuell, inklusive Feiertage oder Betriebsurlaub
  • Einzugsgebiet realistisch gesetzt
Wenn Sie mehrere Standorte haben: bitte nicht alles in ein Profil verpacken. Lieber sauber trennen, sonst verlieren Sie eher Sichtbarkeit als dass Sie sie gewinnen.

Schritt 2: Kategorie und Leistungen als größter Hebel für Google Maps

Wenn ich nur einen Bereich wählen dürfte, dann diesen.
Die „primäre Kategorie“ sagt Google, was Sie sind, leisten oder welche Produkte Sie verkaufen. Die „Leistungen“ sagen Google, was Sie konkret anbieten. Viele Betriebe sind hier zu allgemein oder setzen Kategorien, die zwar „irgendwie passen“, aber nicht genau die richtigen sind.
So gehe ich in der Praxis vor
  • Primäre Kategorie so nah wie möglich am Kerngeschäft
  • Zusatzkategorien nur, wenn Sie es wirklich leisten und regelmäßig anbieten
  • Leistungen vollständig eintragen, nicht nur drei Stück
Leistungsstruktur, die sich bewährt
  • Hauptleistungen (z. B. Badsanierung, Dachsanierung, Elektroinstallationen)
  • Unterleistungen (z. B. Komplettbad, Teilsanierung, barrierefrei)
  • Problemlöser (z. B. Rohrbruch, Wasserschaden, Sturmschaden)
  • Service (z. B. Wartung, Reparatur, Notdienst und bitte nur wenn es stimmt)
Damit tauchen Sie nicht nur bei generischen Suchanfragen auf, sondern auch bei den konkreten Suchen, die wirklich zu Anfragen führen.

Schritt 3: Beschreibung und bitte keine Textwüste

Natürlich sind Erfahrung und Meistertitel wichtig. Aber das reicht nicht, um in Sekunden zu überzeugen. Die Beschreibung sollte klingen wie ein kurzer, klarer Satz im Kundengespräch. Nicht wie ein Flyer.
Diese Struktur funktioniert fast immer auf 750 Zeichen:
  • Was machen Sie konkret
  • Für wen arbeiten Sie (Privat, Gewerbe, Hausverwaltung)
  • Wo sind Sie aktiv
  • Was ist Ihr Anspruch (z. B. sauber, zuverlässig, termintreu)
  • Wie läuft die Zusammenarbeit ab (Beratung, Angebot, Umsetzung)
Wenn Sie möchten, können Sie hier auch einen Satz platzieren, der Ihre Spezialisierung zeigt, ohne dass es nach Werbung klingt. Genau diese Nuance macht oft den Unterschied.

Schritt 4: Fotos und Videos für schnelles Vertrauen

Ich erlebe es ständig: Betriebe machen richtig gute Arbeit, aber im Profil sieht man davon kaum etwas. Fotos sind im Handwerk nicht Deko, sie sind ein Beweis.
Was Kunden wirklich sehen wollen
  • Vorher-Nachher, wenn möglich
  • saubere Details, Anschlüsse, Kanten, Übergänge
  • Team bei der Arbeit, echte Situationen: wer wird da zu mir nach Hause kommen
  • Fahrzeuge, Werkstatt, Büro
  • kurze Videos, 10 bis 20 Sekunden, Baustellen-Update oder Ergebnis
Meine klare Empfehlung
Starten Sie mit 10-15 richtig ordentlichen Fotos. Und dann ergänzen Sie monatlich, denn Ihr Profil darf lebendig wirken und zeigt damit, dass Sie aktiv sind, den Account pflegen und zuverlässig dranbleiben. Das ist ein starkes Signal, auch ohne dass Sie ständig Social Media machen müssen.

Schritt 5: Bewertungen managen und einen Prozess daraus machen

Bewertungen sind oft der entscheidende Punkt. Und ja, viele Kunden geben gerne eine Bewertung, wenn man sie richtig darum bittet, ohne Geschenke zu versprechen, Druck aufzubauen oder zu betteln. Wenn Sie und Ihr Team eine tolle Leistung erbracht haben, ist die Frage nach einem Feedback doch gar nicht vermessen.
So klappt es am besten
  • nach erfolgreicher Abnahme oder gelöstem Problem
  • per WhatsApp oder kurzer Mail mit direktem Bewertungslink
  • mit einer kleinen Textvorlage, damit es leicht fällt
Wichtig
Antworten Sie auf jede Bewertung. Auch auf die kurzen. Das zeigt Präsenz und Haltung.
Bei Kritik gilt: nicht diskutieren. Sondern ruhig bleiben, Lösung anbieten, professionell wirken. Oft lesen neue Kunden genau diese Antworten. Wenn es richtig am Thema vorbeigeht, diffamiert oder Falschaussagen enthält gibt es Lösungen, diese Bewertungen los zu werden, da sie nicht einem echten Erlebnis mit Ihrem Betrieb entsprechen.
Fragen dazu? Wir helfen gern unkompliziert weiter:

Schritt 6: Aktuelle Beiträge im Profil

Google-Posts sind kein Muss, aber sie helfen, wenn man es einfach hält.
Was ich Handwerksbetrieben als Routine empfehle:
  • 1 kurzer Beitrag alle 1 bis 2 Wochen
  • ein Foto, zwei bis drei Sätze
  • ein klarer Call-to-Action (anrufen, Nachricht senden, Termin vereinbaren) und auf die Website verlinken
Mögliche Themen: Projekt-Einblick, Kapazitäten, Saison-Hinweis, Team-Update, häufige Kundenfrage.

Die häufigsten Fehler, die ich bei Handwerksbetrieben sehe

Wenn Sie sich nur einmal kurz selbst prüfen wollen, dann achten Sie hierauf:

  • falsche oder zu allgemeine primäre Kategorie
  • Leistungen fehlen oder sind zu dünn
  • Öffnungszeiten veraltet
  • zu wenige oder schlechte Fotos
  • keine Routine für Bewertungen
  • Profil wirkt „tot“, weil monatelang nichts passiert
  • Einzugsgebiet unrealistisch groß
Und jetzt die gute Nachricht: Das sind keine komplizierten Baustellen. Man muss nur wissen, welche Stellschrauben wirklich zählen. Gern unterstützen wir Sie auch dabei.

Quick-Check: So prüfen Sie Ihr Profil in drei Klicks

  1. Öffnen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil in der Google-Suche (eingeloggt mit Ihrem Google-Account)
  2. Gehen Sie auf Profil bearbeiten und prüfen Sie Kategorie, Leistungen, Beschreibung, Einzugsgebiet
  3. Öffnen Sie Leistung oder Statistiken und schauen Sie auf Suchbegriffe, Aufrufe und Aktionen (Anrufe, Website-Klicks, Nachrichten)
Wenn Sie an der Stelle merken, dass Suchbegriffe nicht passen, Leistungen fehlen oder das Profil optisch nicht überzeugt, dann ist es genau der richtige Moment für einen sauberen Profil-Check.

Sterne-Bewertung: Welche „Hausnummer“ ist die richtige

Wenn ich mir ein Google-Profil anschaue, ist die Sternezahl oft der schnellste Vertrauensfilter. Nicht, weil 0,1 Sterne technisch so viel verändern würden, sondern weil Menschen in Sekunden entscheiden: „Wirkt das solide oder riskant?“

Als praxisnahe Hausnummer fürs Handwerk hat sich bewährt:

ab 4,5 Sternen:

wirkt für die meisten Suchenden bereits sehr vertrauenswürdig

4,6 bis 4,9 Sterne:

idealer Bereich, weil stark und gleichzeitig glaubwürdig, wenn die Bewertungen beantwortet werden und von auf den ersten Blick echten Menschen kommen

unter 4,3 Sterne:

hier wird es oft spürbar schwerer, weil viele sofort vergleichen und abspringen

glatte 5,0 Sterne mit sehr wenigen Bewertungen:

kann auf Kunden eher „zu perfekt“ wirken, vor allem wenn kaum Textbewertungen vorhanden sind, daher ist das in der Regel nicht unser Ziel

Wichtig dabei: Sterne allein reichen nicht. Die Kombination entscheidet:

Sterne + Anzahl:

4,7 mit 80 Bewertungen wirkt meist stärker als 5,0 mit 6 Bewertungen

Sterne + Aktualität:

regelmäßige neue Bewertungen sind wie ein frisches Lebenszeichen

Sterne + Antworten:

wer auf Feedback professionell reagiert, wirkt geführt und zuverlässig

Mein Tipp aus der Praxis: Setzen Sie sich nicht das Ziel „perfekt“, sondern „stabil gut“. Eine einzelne kritische Bewertung ist kein Drama, wenn der Rest stimmt und Ihre Antwort zeigt, dass Sie sauber arbeiten und Probleme lösen. Genau diese Mischung fühlt sich für Interessenten oft am vertrauenswürdigsten an. Müsste ich eine Glückszahl als Zielwert nennen, würde ich die 4,8 Sterne-Bewertung empfehlen.

supercraft zum Durchstarten

Ein gutes Google-Profil ist für Handwerksbetriebe einer der effektivsten Wege, um in Google Maps sichtbarer zu werden und schneller Vertrauen aufzubauen. Dieses Profil lässt sich dann auch in andere Suchmaschinen übertragen und dort einheitlich abbilden (kennen Sie Bing?). Je mehr Kanäle Sie mit einem Aufwand bespielen können, desto besser zeigen Sie Ihr Handwerk in Bestform.
Es geht nicht um Tricks. Es geht um Klarheit: klare Kategorie, klare Leistungen, echte Bilder, ehrliche Bewertungen, aktuelle Informationen. Das ist alles. Aber genau das machen viele nicht konsequent und genau dort liegt Ihre Chance, sich abzuheben: mit supercraft.

Jetzt: Kostenloser Google-Profil-Check

Wenn Sie möchten, machen wir es Ihnen jetzt maximal einfach:
Starten Sie den kostenlosen Google-Profil-Check.
Sie tragen nur drei Dinge ein:
  • Ihre Firma
  • den Link zum Google-Profil
  • optional: Kontakt für Rückfragen
    und informieren Sie uns, wenn Sie anschließend direkt wissen wollen, was Sie konkret verbessern können:
Gern können wir einen kostenfreien und unverbindlichen Termin zur kurzen Nachbesprechung vereinbaren – Dauer ca. 20 Min.
Dann gehen wir gemeinsam einmal durch, welche Stellschrauben für Ihr Gewerk und Ihre Region den größten Hebel haben.